Alle reden über Digitalisierung. Aber keiner hört zu.

Bild: © Seeds Magazin

Digitalisierung ist das Thema schlechthin, über das in den meisten Unternehmen seit Jahren immer öfter diskutiert wird. Schließlich verspricht die „Digitale Transformation“ ungeahnte Möglichkeiten und Produktivitäts-Steigerungen. Man spricht über neue Geschäftsmodelle und wundert sich, wie diese althergebrachte Konzepte und etablierte Unternehmen zerstören können.
Die meisten Unternehmer unterschätzen noch immer das Tempo der Veränderung. Oder nehmen neue Geschäftsmodelle nicht ernst. Ein gutes Beispiel hierfür PayPal: Zu Beginn von allen Banken belächelt, hat PayPal heute weltweit mehr als 200 Millionen Kunden, davon können etablierte Banken heute nur träumen...
Digitalisierung verändert unser Leben auf gesellschaftlicher, politischer und wirtschaftlicher Ebene. Wir können darüber spekulieren, wie wir in Zukunft ausgehen oder Musik hören, wie regiert wird und wo wir einkaufen. Klar ist, es wird ein Morgen geben – und es wird anders sein, als wir uns das heute vorstellen.

 

„Wenn Sie einen Scheißprozess digitalisieren, dann haben Sie einen scheiß digitalen Prozess.“

Thorsten Dirks, Chef der Telefonica Deutschland hat es auf den Punkt gebracht: In keinem Unternehmen mangelt es an Prozessen, die sie verbessern können. Aber in den meisten fehlt es an Innovation.
Wer schon an Digitalisierungs-Strategien arbeitet, stößt oft schnell an seine Grenzen. Man tut, zwar was man kann, etabliert Big Data Projekte, verkürzt Release-Zyklen, bildet Kernprozesse flexibler ab usw. aber mit jedem neuen Projekt werden die Probleme größer. Es fehlt vor allem an Know-How, qualifizierten Mitarbeitern sowie übergreifender Planung und Koordination der Projekte. Starre Organisationsstrukturen tun ein Übriges.
Die größte Hürde aber ist: Die meisten Unternehmen sind so sehr damit beschäftigt die technologischen Herausforderungen zu meistern, Informationen zu sammeln, Prozesse digital abzubilden und zu vernetzen, dass sie keine Vorstellung davon haben, wie sie auf dieser dieser Basis neue Produkte und Services entwickeln können. Es fehlt eben an Ideen. Und: Es mangelt an Kommunikation.

 

„Menschen sind keine „Nullen“ – Sie brauchen einen „Einser“ in „Digitale Kommunikation“

Ein „digitales Umkrempeln“ bringt drastische Veränderungen mit sich. Das gilt nicht nur für Prozesse und Abläufe, sondern vor allem für Mitarbeiter, Kunden und Geschäftspartner. Arbeitsplätze verändern sich oder fallen ganz weg. Dienstleistungen und Produkte werden über neue Kanäle angeboten. Der Schlüssel zum Erfolg jeder Digitalisierungs-Strategie liegt also in der Unternehmens-Kommunikation. Mehr noch. Der Kommunikations-Prozess muss schon vor dem eigentlichen Digitalisierungs-Prozess beginnen – ansonsten droht dieser an mangelnder Akzeptanz zu scheitern – die Potentiale der Digitalisierung wären verschenkt.

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