Wie ein Sprecher von Facebook jüngst auf einer Diskussionsveranstaltung verlautbarte, zeigen ganze 65 Prozent der Nutzer dieses Social-Network kein Interesse daran, ihre Privatsphäre mithilfe der zur Verfügung stehenden Datenschutzeinstellungen zu wahren.

Nur 35 Prozent der User hätten sich bislang mit den Möglichkeiten zur strikteren Handhabung ihrer persönlichen Daten auseinander gesetzt. Und das, trotzdem Facebook seit Dezember vergangenen Jahres die Datenschutzeinstellungen dahingehend geändert hat, dass für die Hauptinformationen der einzelnen Profile wie Name, Wohnort, Foto usw. nicht mehr die Option Privat, und somit eine eingeschränkte Ansicht, gewählt werden kann.

Diese Einschränkung der Privatsphäre der Facebook-Community rief naturgemäß Datenschützer auf den Plan. So brachte etwa das Electronic Privacy Information Center, kurz EPIC, Klage gegen Facebook ein, da sich aus Sicht der Konsumentenschützer die Stellung der User aufgrund dieses einseitigen Updates verschlechtert hat. Überdies wurde die Änderung ohne die Zustimmung der Nutzer vorgenommen.

Was bleibt, ist der fahle Nachgeschmack, dass lediglich 35 Prozent der Facebooker sich Gedanken über diesen Abbau der Privatsphäre machen.