Design des 20. Jahrhunderts – ART DÉCO

Während im Jugendstil schlanke, blumige Ornamente Eleganz in die Malerei, Architektur und das Möbeldesign der Jahrhundertwende brachten, zeichnet sich die Epoche des Art déco durch klare und schlichte Formensprache aus.

Entstanden ist diese neue Klarheit in Wien, wo Koloman Moser und Josef Hoffmann (Mitglieder der Secession, also des österreichischen Jugendstils) bereits 1903 die Wiener Werkstätten gründeten. Mit ihrem klaren Design lösen sie nach dem Ersten Weltkrieg den Jugendstil ab. Der Name „Art déco“ stammt von der Pariser Kunstgewerbe-ausstellung 1925 („Exposition internationale des Arts décoratifs et industriels modernes“), wo es um das Design von Gebrauchsgegenständen ging, wie zum Beispiel mondäne Autos oder elegante Damenmode. Etabliert wurde die Ausstellung von einer Initiative französischer Künstler, die 1901 die „Société des artistes décorateurs“ gegründet hatten. In Paris entwickelte sich der Art déco Stil zu seiner Hochphase mit Einflüssen von Futurismus und Funktionalismus, den Farben von Matisse sowie den kubistischen Formen Barockes und Picassos.

Art déco beeinflusste die Gestaltung von Gebrauchsgegenständen mit eleganten, klaren Linien und häufig mit geometrischen Dekoren. Man legte großen Wert auf das Kunst-handwerk, auf erstklassige Verarbeitung und raffinierte Materialien. Neue Werkstoffe wie Bakelit und Stahl kommen in der Bewegung des Art déco erstmals in großen Produktionen zum Einsatz.

Ein sofort erkennbares, allen Art déco-Gegenständen gemeinsames Stilmerkmal gibt es nicht – vielmehr handelt es sich um eine künstlerische Symbiose von Form, Material, Farben und Sinnlichkeit. Die meisten Objekte haben eine geometrische Struktur, gemischt mit anderen, zum Beispiel floralen Elementen. Die aus dem Jugendstil bekannten floralen und organischen Ornamente werden nun ohne Schatten und weniger natürlich dargestellt und sind daher plakativer.

In der Möbelkunst steht Art déco für besondere, ungewöhnliche und teure Materialien. Hier zählen Émile-Jacques Ruhlmann, Eileen Gray und Pierre Wegrain zu den Vorreitern des Möbeldesigns, Tamara de Lempicka war eine der bekanntesten Malerinnen dieser Ära. Die Teppichkunst wurde von Sonia Delaunay beeinflusst. Jean Puiforcat und Jean Fouquet prägten die Silberschmiedekunst, während Lalique und Maurice Marinot einen be-deutenden Einfluss auf die Glaskunst ausübten.

Die französische Stadt Reims wurde nach dem Ersten Weltkrieg komplett im Art déco Stil wieder aufgebaut, genauso wie Napier in Neuseeland nach einem Erdbeben im Jahre 1931. Ein bis heute sehr beliebtes Art déco Viertel ist das von Miami Beach mit seinen pastellfarbenen Hotels. Auch die Brüsseler Architektur wurde nach einer beeindruckenden Jugendstil-Ära ab den 20er Jahren sehr vom Art déco geprägt. Weniger bekannt ist Bandung, die Hauptstadt West-Javas, wo sich bis heute Neubauten am Art déco Stil der alten Gebäude orientieren.

Auch in der heutigen Möbelindustrie finden sich immer wieder Verweise auf das Art déco und die Zeit der Goldenen Zwanziger. Gerade jetzt, wo eine Neuverfilmung von „The Great Gatsby“ im Kino zu sehen ist, ist der Retro-Trend sehr angesagt. Doch junge Leute investieren weniger in Marmorböden und antike Palisanderschränke – hier sind kleine Details und Accessoires im Art Déco Stil gefragt: Einrichtungsgegenstände in Beige, Smaragdgrün und Tiefblau oder Pastellfarben, oft mit einem Hauch Gold. Auch Lampenschirme oder Teppiche sind heute wieder im Retro-Stil erhältlich.

 

Quelle: livingpress.de

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Design des 20. Jahrhunderts – Das Bauhaus

Obwohl das Bauhaus bereits vor fast 100 Jahren gegründet wurde, hat es noch heute Einfluss auf Kunst und Architektur. Hier wurden die Grundlagen des modernen Designs gelegt, es galt als das intellektuelle und kreative Zentrum des Modernismus.

Das „staatliche Bauhaus“ wurde 1919 von Walter Gropius in Weimar gegründet als interdisziplinär konzipierte Hochschule der Künste, des Kunsthandwerks und des Industriedesigns. Gropius‘ Ziel war es, mit dem „Bau der Zukunft“ alle Künste in einer Einheit zu verbinden und die Trennung zwischen freier und angewandter Kunst aufzuheben: „Architekten, Bildhauer, Maler, wir alle müssen zum Handwerk zurück! Denn es gibt keine “Kunst von Beruf”. Es gibt keinen Wesensunterschied zwischen dem Künstler und dem Handwerker. Der Künstler ist eine Steigerung des Handwerkers.“

Gropius sah diese Einheit unter der Führung der Architektur und in der Gleichstellung von Handwerk und Kunst. Neue pädagogische und handwerkliche Methoden sollten zu diesem Ziel führen, wie Gropius sagte: „Die Schule soll allmählich in der Werkstatt aufgehen.“ Das kunstpädagogische Konzept bestand aus einer sechs-monatigen „Vorlehre“, in der der Umgang mit Materialien geschult wurde und die Eigenschaften von Formen und Farben erörtert wurden. Es folgten eine dreijährige Handwerksausbildung und eine abschließende, künstlerische Ausbildung. Der Unterricht fand in verschiedenen Werkstätten statt, z. B. für Metall, Keramik, Weberei, Möbel, Typografie oder Wandmalerei. Zudem gab es eine Abteilung für „Bühne“ und ab 1923 eine für Fotografie.

Auch die enge Zusammenarbeit von Industrie und Kunst war ein Ziel Gropius‘, um Gebrauchsgegenstände in großen Mengen und mit ästhetischem Design herzustellen. Die Ergebnisse und Einflüsse des Bauhaus-Designs reichen bis in unsere Gegenwart.

Die Entstehung und Entwicklung des Bauhaus bis 1933 lässt sich in vier verschiedene Phasen aufteilen:

1919 bis 1925: Einfluss des Expressionismus, Dominanz der bildenden Kunst und des Kunsthandwerks unter den Lehrern Lyonel Feininger, Johannes Itten, Gerhard Marcks und Adolf Meyer. Ab 1920 lehrte auch Georg Muche, ab 1921 Paul Klee und Oskar Schlemmer und ab 1922 Kandinsky am Bauhaus. Die Berufung László Moholy-Nagys 1923 sorgte für eine Tendenzwende zum Funktionalismus.

1925 bis 1928: Umzug nach Dessau, zunehmende funktionalistische Ausrichtung und Fokussierung auf das Industriedesign. Als neue Lehrende kamen Josef Albers und der ehemalige Bauhausstudent Marcel Breuer hinzu. Breuers Stahlrohrsessel hatten über Jahrzehnte einen enormen Einfluss auf die internationale Möbelproduktion.

Die Abteilung für Typografie und  Reklame legte die Grundlagen für ein modernes, rationales und Massenkommunikationstaugliches Grafikdesign. Als Leiterin der Textilabteilung forschte Gunta Stölz nach synthetischen Fasern für die industrielle Nutzung.

1928 bis 1930: Walter Gropius legte 1928 den Vorsitz nieder, was einen großen Umschwung zur Folge hatte. Die bildenden Künste mussten einer Technisierung und Funktionalisierung des Bauhauses weichen. Nach dem Motto «Volksbedarf statt Lu- xusbedarf» legte der neue Vorsitzende Hannes Meyer großen Wert auf die Erforschung der Bedürfnisse eines breiteren Publikums.

1930 bis 1933: 1930 wurde Ludwig Mies van der Rohe als neuer Leiter berufen und vollzog einen Richtungswechsel hin zur Architektur. 1932 zog das Bauhaus von Dessau nach Berlin, wo es am 20. Juli 1933 auf Druck der Gestapo aufgelöst wurde.

Fast alle Bauhauslehrer emigrierten in die USA und setzten als Dozenten an den dortigen Hochschulen dessen Einfluss international und nachhaltig fort. 1937 gründete Moholy-Nagy in Chicago ein Bauhaus (das heutige „Chicago Institute of Design“).

Kunstgeschichtlich betrachtet ist es schwierig, einen allgemeinen „Bauhausstil“ zu beschreiben – die Entwürfe der Bauhauslehrer und -schüler werden daher den entsprechenden Stilrichtungen wie z. B. Klassische Moderne, Neue Sachlichkeit, der Neues Bauen zugeordnet.

 

Quelle: livingpress.de

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Design des 20. Jahrhunderts – Jugendstil

Die Epoche des Jugendstils bezieht sich auf die Zeit um die Jahrhundertwende (Fin de Siécle) bis zum ersten Weltkrieg. Der Begriff geht auf die 1896 gegründete, wöchentliche Münchner Kulturzeitschrift „Die Jugend“ zurück. „Jugendstil“ wurde erstmals 1897 bei der Sächsisch-Thüringischen Industrie- und Gewerbeausstellung in Leipzig für einen von Paul Möbius entworfenen Ausstellungspavillon verwendet. Dieser wurde beschrieben als „vom Hergebrachten stark abweichend mit gewagt humoristisch-phantastischen Motiven, die einen gewissen Schwung entwickeln.“

Typische Elemente des Jugendstils sind die dekorativen, aber schlichten Linien sowie florale Ornamente. Auf Symmetrien wird weniger Wert gelegt als bei den Baustilen zuvor. Als Vorbild dient die Natur – im Gegenzug zur aufkommenden Industrialisierung. Neben der Architektur entspricht auch die Innenausstattung dem neuen Stil, der „Art nouveau“ oder wie man es im Englischen nannte, des „Modern Style“. Alltägliche Dinge wurden kunstvoll verschönert und zu einem Gesamtkunstwerk komponiert. Weitere Kunstbereiche, die vom Jugendstil stark beeinflusst wurden, waren die Schmuck-herstellung, Glasdesign und Illustrationen.

Als Kunstepoche steht der Jugendstil zwischen Historismus und moderner Kunst. Sein architektonischer Schwerpunkt und Ursprung des Jugendstils im deutschsprachigen Raum lag in Wien, München und Darmstadt. Der Höhepunkt der Jugendstil-Malerei lag in Österreich mit Künstlern wie Gustav Klimt, Paul Meissner Josef Hoffmann oder Josef Plečnik. Die hier Secessionsstil genannte Entwicklung legte ihren Fokus auf das Kunsthandwerk (z.B. Keramiken, Mode und Glasproduktion).

In Deutschland entstand die Bewegung aus lokalen Künstlerbünden. Neben „Der Jugend“ hatten auch Zeitschriften wie „Der Simplicissimus“ oder „Pan“ einen Einfluss auf den Stil der Jahrhundertwende. Auch die japanische Kunst der Naturmotive beeinflusste die Künstler des deutschen Jugendstils sowie die Reduktion auf das Wesentliche.

Art nouveau in Frankreich 

1895 entstand in Paris eine Galerie namens „Salon de l’Art Nouveau“, die mit einer Möbelausstellung im Jahr darauf so viel Aufsehen erregte, dass ihr Name zum Inbegriff des neuen Stils wurde. Neben Gemälden von Toulouse-Lautrec waren hier erstmals die Möbel von Henry van de Velde erhältlich, die sehr typisch sind für die-sen Stil.

Von der Art Nouveau zur Art Déco?

Die Künstler des Jugendstils stehen für innovatives, zeitgemäßes und zukunfts-orientiertes Denken und Gestalten. Mit dem ersten Weltkrieg wurde ihren teilweise melancholischen Spielereien jedoch ein Ende gesetzt. Das allmähliche Ende des Jugendstils begann aber schon mit der dritten Deutschen Kunstgewerbeausstellung 1906 in Dresden, wonach 1907 der Deutsche Werkbund gegründet wurde, dessen Leitbilder Sachlichkeit und Schlichtheit waren und dem sich diverse Jugendstilkünstler wie van de Velde, Behrens, Niemeyer oder Obrist nach und nach anschlossen. Ihr Stil wird teilweise als Reformstil, manchmal auch als Prämoderne bezeichnet. Die Art Déco-Bewegung entstand erst in den 20er Jahren.

Quelle: livingpress.de 

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Und Punkt.

Seit 1954 vergibt das Design Zentrum Nordrhein Westfalen den „roten Punkt“ und würdigt damit herausragende kreative Leistungen. 2013 durfte das 4moms Design Team den begehrten Produkt-Designerpreis mit nach Hause nehmen. Mit dem „Red Dot: Best of the best“ wurde ihr multifunktionales Gestaltungskonzept des Laufstall-Reisebetts 4moms breeze ausgezeichnet, das neben seiner Zweckmäßigkeit insbesondere durch Formensprache und Ästhetik überzeugt.

Nicht nur für Mütter

Als sich Robert Daley und Henry Thorne im Jahre 2005 begegneten, hatten sie die gleiche Vision: Sie wollten Produkte für Eltern und Kinder schaffen, die deren Alltag nicht nur erleichtern, sondern auch verschönern. Nach Babywippe und Kinderwagen ist ihnen mit der Entwicklung des Laufstalls eine weitere konstruktionstechnische Meisterleistung gelungen, die Kindern mehr als nur einen sicheren Ort zum Schlafen und Spielen bietet.

Kindgerechte Komplexität

Indem man den ergonomisch leicht zu erreichenden Mittelteil herunterdrückt, kann der Laufstall über den innovativen Faltmechanismus in nur einem Schritt geöffnet werden. Zieht man das Mittelteil dann wieder hoch, schließt er sich. Der Laufstall integriert zudem eine abnehmbare Kinderliege sowie eine tragbare Wickelauflage und lässt sich leicht transportieren – ein Konzept, das auch die Jury aus renommierten Fachleuten und internationalen Designkoryphäen überzeugt hat: „Die schlüssige Funktionalität ermöglicht es, dass man diesen Laufstall leicht aufstellen und auch gut transportieren kann. Gestalterisch perfekt gelöst ist es zudem, wie sich dieser Laufstall dem Wachstum des Kindes anpassen kann. Seine klare und trapezförmig anmutende Formensprache verleiht einem Laufstall eine neue Ästhetik.

Neues Jahr, neues Design

Auch dieses Jahr sind Hersteller und Designer wieder dazu eingeladen, an den Red Dot Awards Product Design 2014 teilzunehmen. Zur Auswahl stehen insgesamt 23 Produktkategorien, zu welchen u. a. „Wohnen und Schlafen“ auch „Schmuck, Mode und Lifestyle“ und „Medien und Unterhaltungstechnik“ gehören. Neben dem Red Dot-Label, das den Bekanntheitsgrad des ausgezeichneten Produkts steigert, dürfen sich die Preisträger außerdem über einen Eintrag im Jahrbuch sowie die Präsentation bei der Ausstellung freuen.

 

Quelle: livingpress.de

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Google Earth Archäologie

Google Earth verwenden doch nur Leute, die zu viel Zeit haben. Wer braucht denn das wirklich? Das ist doch nur so eine Spielerei von Google.

Richtig. Und mit dieser Spielerei haben echte und Hobbyarchäologen schon eine Menge Entdeckungen gemacht. Ohne dabei jemals außer Haus gehen zu müssen.

Tanis Satellitenbild

Satellitenbild der Alt-Ägyptischen Stadt Tanis (c) University of Alabama

Tatsächlich ist es so, dass Archäologen schon längere Zeit mit Daten aus dem Weltall arbeiten. So genannte Space Archaeologists arbeiten mit Material, dass die NASA und andere Organisationen mit vielen verschiedenen Satelliten im Weltall gewinnen. Mit Hilfe von Nah-Infrarot Bilder auf denen die Dichte von Objekten dargestellt wird und anderen Satellitendaten wurde zum Beispiel die Alt-Ägyptische Hauptstadt Tanis gefunden.

Erst wenn alle wichtigen Ressourcen in der Umgebung gecheckt sind, wird tatsächlich gegraben. Sonst könnte es zB zu Problemen bei der Wasserversorgung kommen. Das ist bei der Entdeckung der Maya Stelae in Guatemala passiert. Erst mit den geeigneten Satellitenaufnahmen konnte die Versorgung des Ausgrabungsteams gewährleistet werden.

Manchmal ist es aber auch gar nicht möglich Ausgrabungen zu machen und dann sind die Space Archaeologists die einzigen, die solche Entdeckungen überhaupt machen können. In Kambodscha wäre es viel zu gefährlich Lingapura vom Boden aus zu analysieren, da seit den Siebzigern dort die gesamte Umgebung noch immer mit Landminen übersät ist.

Natürlich arbeiten die Space Archaeologists mit ganz anderem Datenmaterial als Google Earth. Das heißt aber nicht, dass es nicht auch spannende Entdeckungen gibt, die mit diesem “Spielzeug” gemacht wurden.

Pygmy Chameleon, Mount Mabu, Mozambique

(c) The Guardian

Britische Forscher bereisten virtuell Mount Mabu in Mosambik und stellten fest, dass dort ein ihnen unbekanntes Stück Regenwald ist, das jahrelang in völliger Isolation existierte. Bei tatsächlichen Forschungsreisen konnten dann unzählige neue Arten in der Fauna und Flora entdeckt werden. Zum Beispiel dieses winzige Chamäleon.

Google Earth half auch bei der Entdeckung eines unserer ältesten Vorfahren. Lee Berger und sein damals 9-jähriger Sohn analysierten Höhlensysteme in Südafrika mit Hilfe von Google Earth. Als sie ihre Suche auf die echte Welt umlegten stolperten sie buchstäblich über die fossilen Knochen von Australopithecus sediba. Das ist wahrscheinlich der fehlende Link zwischen den letzten unserer Vorfahren, die sich auf allen Vieren fortbewegten und den ersten aufrecht gehenden Hominiden.

Wer jetzt Blut geleckt hat, kann sich hier gratis Google Earth runterladen und selbst Indiana Jones spielen.

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Thing of fire…

Da staunt der schon einmal in tiefster Wildnis an akuter Akku-Entleerung-gelitten-Habende nicht schlecht…sprichwörtlich wie der Phönix aus der Asche soll sein Mobiltelefon wieder auferstehen? Mit Hilfe von Feuer? Wie jetzt…!?!

Und tatsächlich: Der Flame Stower macht´s möglich! Ein amerikanisches Kickstarter-Projekt schafft es aus Flammen die Energie zu zaubern, die das Mobiltelefon benötigt um  wieder zum Leben zu erwachen. Klingt nach schwarzer Magie, ist aber reine Physik, also so etwas ähnliches…

Die für den Ladevorgang benötigte Energie gewinnt der Flame Stower durch den Einsatz eines Thermoelektrischen Generators, welcher Hitze in Elektrizität umwandelt. Genauer gesagt generiert der Temperaturunterschied zwischen der wassergekühlten  ”Kühleinheit” und der “Heizeinheit” des Gerätes die notwendige Energie. So viel zur Theorie…

Was nach einem Einfamilienhaus-großen Monstrum von Kraftwerk klingt, ist in der Praxis mit Abmessungen von ca. 20 x 6 x 2,5 cm (zusammengeklappt) und einem Gewicht von gerade mal 226 Gramm als durchaus kompakt und zum problemlosen Transport geeignet zu bezeichnen.

Und dann noch das Versprechen der Hersteller, dass pro Minute Ladezeit mit, je nach Gerätetyp unterschiedlichen, 2 bis 4 Minuten Gesprächszeit generiert werden können…klingt nach einem nützlichen Begleiter für alle abenteuerlustigen Jäger eines verlorenen Schatzes, die auch auf ihrer Suche nach dem Königreich des Kristallschädels ihren Facebook-Status stets aktuell halten wollen…

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On-/Offline Videos

Online-Videos in Zukunft auch Offline ansehen? YouTube will´s möglich machen! Die Möglichkeit, precached Videos anzusehen, steht ja mit YouTube´s Android App bereits seit einiger Zeit zur Verfügung, bedingt aber eine bestehende Internetverbindung.

Das soll ab November anders werden. Denn wie das Tech-Blog engadget.com meldet, arbeitet YouTube momentan an einer Weiterentwicklung dieser App für Android und iOS. Und eben dieses Update soll es Nutzern dann ermöglichen, Videos für eine gewisse Zeit zu speichern und auch offline anzusehen.

Näher spezifiziert wurde der Betrachtungszeitraum für Videos von Seiten YouTube allerdings (noch) nicht. In ersten Presseinformationen ist von einer “short time” die Rede….

 

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Smarter Handlanger

Nicht ohne gewisses Pathos präsentierten die Damen und Herren von Samsung letzte Woche ihre neueste Entwicklung in Sachen mobiler Telefonie. Denn mit den Worten “Welcome to the future” schüttelten die Südkoreaner ihre neueste Entwicklung aus dem Handgelenk…oder besser gesagt auf das Handgelenk, denn die “Galaxy Gear” ist Samsungs erste Smartwatch.

Smartwatch, das bedeutet, dass einem der Blick aufs Handgelenk in Zukunft wesentlich mehr verrät, als die bloße Tages- bzw. Nachtzeit. Denn die “Galaxy Gear” verpackt sämtliche Tools und Funktionen eines Smartphones in ein, mit den Abmessungen von 36,8 x 56,6 x 11,1 Millimeter, relativ “handliches” Format, und platziert sie direkt auf dem Handgelenk.

Bild: © Samsung

So stehen einem etwa Emails, Nachrichten, Anrufe oder SMS auf dem 1,63 Zoll großem Display zur Verfügung. Der Wechsel zwischen den verschiedenen Funktionen erfolgt laut ersten Testberichten mit, aus der Smartphone bzw. Tablet PC-Nutzung bekannten, Wischgesten.

Jeder Nutzer stellt unterschiedliche Ansprüche an sein mobiles Endgerät. Aus diesem Grund ist Samsungs Smartwatch mithilfe verschiedener Apps individuell auf die Bedürfnisse seines Besitzers anpassbar.

Doch auch zukünftig wird es mit der Galaxy Gear nicht jedem möglich sein,  einen Anruf locker “aus dem Ärmel zu zaubern”. Denn der volle Funktionsumfang der Smartwatch steht nur Verwendern von ganz bestimmten Samsung Galaxy-Geräten zur Verfügung. So braucht es beispielsweise ein Galaxy S4, ein Note 3 oder ein Note 10.1 in der Hosentasche, um neben der Zukunft auch weniger spirituelle Informationen aus der eigenen Hand lesen zu können.

Quelle: derstandard.at

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Früher war alles besser…

Wer erinnert sich nicht gerne an die 90er? Klon-Schaf Dolly, der Start des Hubble-Teleskops und die Eröffnung des Tunnels zwischen London und Paris – alles große Errungenschaften der Neunziger. Manchmal ist es ganz gut darüber nachzudenken, was wir schon alles erreicht haben, bevor wir uns wieder auf den Weg in die Zukunft machen.

Das inkludiert natürlich auch Webseiten. Kann sich noch jemand erinnern, wie die Google Suchseite in den Neunzigern ausgesehen hat?

Wenn man sich die Seite von Amazon aus 1995 ansieht wirkt es aus heutiger Sicht wie ein Wunder, dass Online-Shopping jemals funktioniert hat.

Noch viel mehr von diesen Retro-Screenshots findet man bei Boredpanda. Zum Beispiel die Seite von Apple aus 1996 oder Facebook aus 2004.

Vielleicht ist das ja auch eine gute Gelegenheit sich mal wieder über die eigene Webseite Gedanken zu machen. Und sollten Sie festsellen, dass Ihre Webseite jener von Microsoft aus dem Jahr 1996 ein bisschen zu ähnlich sieht, wissen Sie ja wie Sie uns erreichen können.

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Herrliches Panorama

Bei den ersten Versuchen in der Panoramafotografie kann schon mal das eine oder andere Problemchen auftreten . Deshalb habe ich mir gedacht, ich gebe euch ein paar grundlegende Tipps, wie man die ersten Schritte wagen könnte.

Gerade bei den ersten Panoramaaufnahmen würde ich davon abraten in einem Raum mit vielen Gegenständen, die nah an der Kamera sind, zu fotografieren. Sucht euch einen Platz draußen in der Natur, wo die Objekte weiter weg sind.

Welches Equipment kann man verwenden?
Am besten ist eine Spiegelreflexkamera mit einem Fischauge-Objektiv. Das Stativ sollte nicht zu leicht sein, vor allem bei Nachtaufnahmen, da es sonst passieren kann, dass man das Bild verwackelt. Ebenso ist es von Vorteil, wenn man einen Panoramakopf verwendet. Das ist ein Aufsatz für das Stativ den man benötigt, um den Notalpunkt perfekt einzustellen. Es gibt aber auch einen automatischen Panoramakopf oder Parabolspiegel.

Ohne genanntes Equipment funktioniert´s auch, wenn auch gelegentlich mit unerwünschten Nebenwirkungen…Denn verwendet man ein Weitwinkelobjektiv und arbeitet ohne Panoramakopf, kann ein so genannter Parallaxeneffekt auftreten. Ist nicht allzu dramatisch, bringt nur mehr Arbeitsaufwand in der Bildbearbeitung. Alternativ lässt sich ein Panoramakopf auch selbst basteln. Selbst habe ich es noch nicht ausprobiert, aber es finden sich jede Menge Bauanleitungen im Netz…

Apropos Bildbearbeitung: Fürs Zusammenfügen der einzelnen Aufnahmen benötigt man naturgemäß eine entsprechende Software. Beispielhaft, und ohne Anspruch auf Vollständigkeit, sollen hier Photoshop, PTGUI oder Panorama Factory angeführt werden.
Ich persönlich verwende Photoshop und bin mit der Software eigentlich ganz zufrieden.

Wie sollte man die Spiegelreflexkamera einstellen?
Man sollte am besten im manuellen Modus fotografieren, da sonst Schwierigkeiten bei der Abstimmung der einzelnen Fotos aufeinander auftreten können. Ebenso empfehlenswert ist das Durchführen eines manuellen Weißabgleichs, etwa mit einem weißen Blatt Kopierpapier.

Neben der Deaktivierung des Autofokus sollte auch die Blende möglichst klein gewählt werden, um nicht eine zu große Tiefenschärfe in den einzelnen Bildern zu haben.
Für die Einstellung der korrekten Belichtungszeit sucht man sich am besten den hellsten Bereich im Panoramafoto und stimmt sie auf diesen ab. Nachbelichten kann man ein Foto immer noch, ist es aber zu stark überbelichtet gehen wertvolle, nicht reproduzierbare Informationen verloren. Die ISO-Zahl kann nach Gefühl angepasst werden, bei Nachtaufnahmen allerdings nicht zu klein, da sonst die Aufnahme zu lange dauern kann.

Wie fotografiert man die einzelnen Fotos?
Bei der Ausrichtung ist es wichtig, dass die Kamera in der Waage steht und im Idealfall sollte man den Nodalpunkt ermitteln. Die Kamera sollte in der Mitte des Motivs stehen und im Uhrzeigersinn fotografieren. Dabei sollte nicht darauf vergessen werden, die Bilder überlappend zu fotografieren. Das erleichtert das spätere Zusammensetzen der Panoramaaufnahme.

Auf was sollte man bei der Motivauswahl achten?
Wie schon oben erwähnt, ist es für den Anfang einfacher sich einen Platz zu suchen an dem das Motiv nicht zu nahe an der Linse ist. Weiters sollten nicht zu viele bewegte Motive im Bild sein, da die Bearbeitung sonst sehr aufwendig wir.

Auf was sollte man bei der Bildbearbeitung achten?
Wenn die einzelnen Fotos vom Programm zusammengefügt wurden, sollte sichergestellt  werden,  dass alle Übergänge sauber sind und keine Verzerrungen oder Verkrümmungen aufgetreten sind. Nächster Schritt ist dann schon das Feintuning wie beispielsweise  Farbtemperatur, Kontrast und Helligkeit.

Und jetzt wünsche ich euch viel Spaß beim experimentieren und hoffe dass meine Tipps und Anregungen dem Einen oder Anderen weiterhelfen!

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