“Ich hab’s eh auf Facebook geschrieben. Schaust du dort nicht?”
“Oja, aber da war nichts. Weißt eh, Facebook zeigt das nicht immer alles an.”
Das ist wohl ein Gespräch, dass jeder Facebook-Nutzer schon einmal geführt hat. Alle anderen lügen.
Warum sehen wir eigentlich nicht immer alle Updates von allen Leuten die wir kennen? EdgeRank ist Schuld. Aber was ist EdgeRank?
Das ist der Algorhithmus, den Facebook verwendet um sich auszurechnen wie wichtig es ist, dass ein bestimmtes Update in jemandes Timeline landet.
Die drei Faktoren bei der Berechnung sind: Affinity, Weight und Time Decay.
Affinity
Der Affinity-Faktor misst die Beziehung zwischen Person A und Person B. Affinity ist aber nur einseitig. Das heißt A versucht ständig mit B in Kontakt zu treten (A Liked, schreibt Kommentare und postet auf die Wall von B) und B ignoriert A mehr oder weniger. Das wird dazu führen, dass Facebook versteht, dass A gerne mehr/alles von B lesen will, aber B nichts von A lesen will.
Weight
Der Weight-Faktor beschreibt wieviel “Gewicht” eine Statusmeldung hat. Grundsätzlich gilt: Fotos > Links > Text. Wer also Fotos posted, erhöht seine Chancen von Freunden gesehen zu werden. Das Gewicht eines Updates steigt mit der Interaktion. Wenn also ein Text-Update besonders viele Kommentare und Likes hat, wird es wichtiger sein als ein unbeachteter Link.
Time Decay
Der dritte Faktor bei EdgeRank beschäftigt sich mit dem Alter des Updates. Statusmeldungen der letzten Woche sind natürlich nicht mehr so wichtig wie gerade eben gepostetes. Es kommt allerdings auch darauf an, wie oft sich ein User einloggt. Selten eingeloggte User bekommen oft auch noch ältere Nachrichten (zum Beispiel jene mit viel Interaktion) eingeblendet, während Power-User kaum Nachrichten vom Vortag sehen können.
Wenn also beim nächsten mal wieder Facebook-Updates verloren gehen, weiß man wenigestens warum.






