Wenn man ein Panoramafoto zum ersten Mal erstellen will, kann man auf ein paar Probleme stoßen. Somit habe ich mir gedacht, ich gebe euch ein paar grundlegende Tipps, wie man die ersten Schritte wagen könnte. Bei dem ersten Versuch würde ich davon abraten in einem Raum mit vielen Gegenständen, die nah an der Kamera sind, zu fotografieren. Sucht euch einen Platz draußen in der Natur, wo die Objekte weiter weg sind.
Was für Equipment kann man verwenden?
Am besten ist eine Spiegelreflexkamera mit einem Fischauge-Objektiv. Das Stativ sollte nicht zu leicht sein, vor allem bei Nachtaufnahmen. Weil es sonst passieren kann, dass man das Bild verwackelt. Ebenso ist es von Vorteil, wenn man einen Panoramakopf verwendet. Das ist ein Aufsatz für das Stativ und diesen benötigt man um den Notalpunkt perfekt einzustellen. Es gibt aber auch einen automatischen Panoramakopf oder Parabolspiegel.
Wie oben beschrieben, ist es der Idealfall und am einfachsten. Man kann es aber auch mit einem Weitwinkel-Objektiv und ohne Panoramakopf schaffen. Doch hier bekommt man leicht Probleme und es kann zu einem Parallaxeneffekt kommen. Dadurch hat man mehr Arbeit am Computer. Aber es ist machbar.
Ebenfalls kann man sich einen Panoramakopf selber bauen. Ich hab es noch nicht ausprobiert, aber es gibt Anleitungen im Netz.
Ebenso braucht man ein Programm um die einzelnen Fotos zusammen zu fügen.Hier gibt es z.B. Photoshop, PTGUI oder Panorama Factory.
Ich bin ganz zufrieden mit Photoshop.
Wie sollte man die Spiegelreflexkamera einstellen?
Man sollte am besten im manuellen Modus fotografieren. Da es sonst schwierig werden kann, wen man die einzelnen Fotos auf einander abstimmen will.
Also ist es ratsam einen manuellen Weißabgleich zu machen, zum Beispiel mit einem weißen Blattpapier.
Ebenso sollte der Autofokus deaktiviert sein. Die Blende sollte möglichst klein sein, um nicht eine zu große Tiefenschärfe in den einzelnen Bildern zu haben.
Wen man die Belichtungszeit einstellt, sucht man sich am besten den hellsten Bereich im Panoramafoto und stimmt sie darauf ab. Nachbelichten kann man ein Foto immer aber wenn es zu stark überbelichtet ist verliert man zu viele Information, die man nicht mehr herstellen kann.
Die ISO-Zahl kann man nach Gefühl einstellen. Man sollte nur bei Nachtaufnahmen bedenken, dass man nicht eine zu kleine ISO-Zahl verwendet, da sonst die Aufnahme zu lange dauern kann.
Wie fotografiert man die einzelnen Fotos?
Bei der Ausrichtung ist es wichtig, dass die Kamera in der Wage steht und im Idealfall sollte man den Nodalpunkt ermitteln. Die Kamera sollte in der Mitte des Motivs stehen und im Uhrzeigersinn fotografieren. Vor allem muss man die Bilder überlappen lassen. Somit ist es leichter die einzelnen Bilder zusammen zu setzen.
Auf was sollte man bei der Motivauswahl achten?
Wie schon oben erwähnt, ist es für den Anfang einfacher sich einen Platz zu suchen an dem das Motiv nicht zu nahe an der Linse ist. Dann sollten nicht zu viele bewegte Motive im Bild sein, da die Bearbeitung sonst sehr aufwändig wir.
Was für Arten von Panoramafotos gibt es?
Sphärisches Panorama
Beim sphärischen Panorama geht man von einem Betrachtungswinkel aus, der dem Zentrum einer Kugel gleicht, auf deren inneren Oberfläche das Motiv projiziert wird. Dabei wird ein Rundblick von 360° horizontal und 180° vertikal ermöglicht.
Kubisches Panorama
Beim kubischen Panorama geht man von einem Betrachtungswinkel aus, der dem Zentrum eines Würfels gleicht, auf dessen Seiten das Motiv projiziert wird. Dabei wird ein Rundblick von 360° horizontal und 180° vertikal ermöglicht.
Zylindrisches Panorama
Beim zylindrischen Panorama geht man von einem Betrachtungswinkel aus, der dem Zentrum eines Zylinders gleicht, auf den das abgelichtete Motiv projiziert wird. Dabei wird eine horizontale Projektion von 360° ermöglicht und der vertikale Blickwinkel eingeschränkt.
Auf was sollte man bei der Bildbearbeitung achten?
Wenn die einzelnen Fotos vom Programm zusammengefügt wurden, sollte man noch einmal nachkontrollieren, ob alle Übergänge sauber sind und das nichts schief und krumm ist. Dann kann man sich um die Feinabstimmungen kümmern wie z.B. Farbtemperatur, Kontrast und Helligkeit.
Und jetzt wünsche ich euch viel Spaß beim experimentieren und ich hoffe dass das manch einem weiter hilft.
Über Feedback oder Fragen freue ich mich sehr!!